Trick mich

Standard

Ich habs raus, den Trick

Ich verstehs jetzt, was es wirklich bedeutet

Fernsehen, Filme und Serien

Bild und Ton

Farbe und Bewegung

Regen mein Hirn an

Mein träger Körper kann liegen bleiben und in sicherer Entfernung ungeschoren davon kommen

Konflikte, Kummer, Angst und Spannung

Ein Kunstgriff

Ein Trick

Ein Trick-Film

Humor und Lust freien Lauf lassen

Ohne einen Fingerzeig

Bewegungslos

Nur die Augenlider flackern ab und zu

So kann ich mitfühlen

Ein anderes Dasein erkennen

Mein eigenes Dasein lassen

Auf der Couch

So einfach ist es, wie ein Trick

Einfach nur Augen auf und fühlen

Fern-sehen

Manchmal möcht ich das den ganzen Tag

Kinder der Kommunikation

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Ich kann sie nicht be- schreiben,

ich kann sie nicht hinaus- schreien.

Ich kann sie nicht aus- sprechen.

Ich kann sie nicht aus- treiben.

Ich kann sie nur fühlen,

die Kommunikation, die mir Ausdruck verleiht.

Ich will sie nicht verkleiden im Augenblick der Gegenwart,

werde sie verraten, in der Situation der Zukunft.

Die Kommunikation, die so an uns vorbei zieht, die nie zu Worte kommt und doch nicht schweigt.

So viele Gegensätze will sie vereinen.

So viele Träume wird sie verneinen.

Ich fühle sie mit jedem Schritt, sie trägt mich weiter in die Endlichkeit, prägt mich heiter, wie Unendlichkeit, erscheint sie vor meinen Augen.

Ein nicht enden wollender Redefluss, der stockt im Kreise vieler Menschen,

denn keiner findet Worte für seine Gefühle,

keiner mag sich ausdrücken, keiner mag herausrücken mit seinen Tarnungen.

So fängt es an, das Kind in uns,

sich Luftschlösser zu erbauen und diese wieder kaputt zu hauen.

So fängt es an, das Kind in uns, bis es müde wird vom Tagewerk,

ich kann es kaum beschreiben, das Kind in mir.

Augen zu

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Augen auf, mit einem Gefühl.

Augen auf, Wahrnehmung an.

Augen auf, Augen- schlag, so schmerzhaft, wie ein Schlag ins Gesicht.

Realität schlägt mir ins Gesicht.

Doch es war nur ein Gefühl, ein Gefühl, das mir die Augen öffnet.

Sprache dreht sich im Kreis, bis keiner mehr weiss, was es heisst,

die Augen zu öffnen.

Sprache dreht sich vor meinen Augen.

Wie kann ich Worte verstehen?

Die Worte, die in mein Ohr wollen,

mein Hirn zur Verarbeitung zwingen?

Wenn ich es doch nicht hören will, bin ich still mit einem Lächeln.

Und mach die Augen auf und sehe mich zum ersten Mal. Schweigen und Lächeln.

Das, was ich zu sagen haben, betrifft nur mich, das, was du zu sagen hast, betrifft nur dich,

komm lass uns schweigen, dann machen wir was zusammen.