Was machst Du dann?

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Wie es wohl sein wird?

Was wird der Ausgang sein?

Den schlauen Spiegelsprüchen nach, sollte ich wohl eher im Moment leben. 

Gut, das geht auch. 

Doch morgens denke ich gerne an die Zukunft.

Was machst du dann?

Das komische daran ist, sich selbst dazu zu erziehen, dass es etwas gutes sein wird.

Irgendwie schafft die Menschheit es immer in der Zukunft eher mehr zu leiden.

Oder jedenfalls mehr Leid zu erzeugen.

Und wenn was gutes passiert, dann muss man es sich schon fast verzeihen.

„Man“ sollte man wohl nicht mehr schreiben. Hat was mit dem weiblichen, unterdrückten Geschlecht zu tun.

Gestern erzählte mir eine Frau, dass es schon im Mutterleib dazu kommt, dass Jungs mehr versorgt werden. Ein echter eye opener.

Naja, wir haben die Jungs halt auch in den Krieg geschickt, also wir allesamt. Waren und sind ja immer pro kriegerischer Auseinandersetzung wenn es um unsere Ressourcen geht. 

Da stellt sich die Arterhaltung hinten an, da gehts um Territorien, da gehts um Macht.

Aber zurück in die Zukunft.

Abends denke ich daran, was ich alles noch so machen wollte und sollte. 

Auch doof laut Spiegelspruch. 

Ich sollte lieber so Adenauer mäßig unterwegs sein „was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“.

Dann doch lieber „Keine Termine und leicht einen Sitzen“. Harald als Vorbild. Schwächt nur die Leber.

Ein gemäßigter Alkoholismus gehört eben wie die Gender – Erwähnung in jeden Mitte – 30 – Text.

Irgendwie muss ich gegen eine schleichende Gleichgültigkeit, was das Weltgeschehen angeht, ankämpfen.

Vielleicht auch so ein Mitte 30 Ding.

Also keine Kinder Mitte 30.

Ich hab die Götterwerdung übersprungen und bin gleich im Olymp gelandet. Sehr schön hier.

Aber eben auch ein bisschen gleichgültig.

Diese banale Feststellung ist jedoch genau der Ursprung des wirklich Bösen, jedenfalls laut Hannah Arendt.

Die ja eh grad ziemlich kritisiert wird.

Ziemlich schade, denn zum Thema das Böse in Gesellschaften hatte sie doch jede Menge gutes geschrieben und gesagt.

Naja, doch was wird denn jetzt wohl sein?

Was machst DU dann?

Dieses Denken an die Zukunft ist das Gespenst in der Nacht und das Handtuch überm Stuhl am Morgen?

Nein, es ist eher sowas wie eine unsichtbare Macht.

Quasi meine outer – rim – force. 

Also ganz am äußersten Rand meiner persönlichen Galaxis hausiert diese Macht. Von da aus durchdringt sie jede Faser meines Körpers und darüber hinaus. 

Macht ist überall.

Sie ist die Triebfeder menschlicher Gesellschaften.

Denn die Arterhaltung und damit der Schutz und die Erhaltung unseres gesamten Lebensraums ist es offensichtlich nicht mehr.

Selbst Meerschweinchen kommen besser miteinander klar als wir.

Danke Netflix.

Das Wissen darum, wie es gehen könnte, ist jedenfalls vorhanden.

Es gibt sogar schon eine Wissenschaft, die sich darum bemüht dieses Wissen in die Tat umzusetzen.

Was ist wenn Krieg ist und keiner geht hin?

Was ist wenn Mensch Wissen – schafft und keiner hört hin?

Die oberste Realität zeigt uns was dann ist.

Wir müssen sie nur als das anerkennen: unsere gemeinsame oberste Realität. 

Das was wir noch machen wollten, was wir vorhaben zu machen und was gerade ist.

Und was ist mit der Macht am Rande der Galaxie?

Die treibt uns in den Wahnsinn.

Frei nach Foucault.

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