Mittel der Kommunikation (Das Bett)

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Von Mitteln der Kommunikation bin  ich umgeben, bin ich umgeben.

Ich bleibe im Bett liegen, im Bett liegen, im Bett liegen.

Die Mittel der Kommunikation wollen mich anregen, mich anregen.

Mich anregen zur Anrede, Anrede an mich selbst in meinem Kopf- bleib im Bett liegen, im Bett.

Ich wiederhole die Worte, die Mittel zum Zweck wurden, sein werden, niemals können.

Können niemals kommunizieren über das Mittel, was mich mit Sinn erfüllt, mit Sinn erfüllt, sinnvolle Erfüllung.

Von Mitteln der Kommunikation bin ich umgeben und ich bringe sie zum Leben, die Tasten zum Beben, als Mittel zum Zweck, zur Kommunikation, zum Leben.

Manchmal bleibe ich im Bett liegen, liegen und das Bett sind eins.

Ich verfasse eine Anrede an mich selbst, umgeben vom Bett.

Wartezimmer

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Ich wurde in einem Wartezimmer wach und doch prasseln Informationen auf mich ein. Die Zeitform verhält sich inkonsequent, wie immer. Die Aufgabe ist eindeutig warten, sie lenkt vom Rest ab. Der Rest ist das Abbild der Feuerstelle bei Platon, der eigentliche Versuch meine eigenen Bilder verbal auszudrücken, denn es mangelt arg an Feuerstellen heutzutage.

Da sagt Jemand (der) ganz dreist: “ Das heisst UNbewusstsein und nicht UNTERbewusstsein … seit Freud..“.

 

Pff, na und? UN ist auf einmal irgendwie besser als UNTER. Jaja, die Hierarchie wird wieder ran gezogen, als Rechtfertigung. Was eine geniale Ablenkung! Das UNTERbewusstsein wird UNerträglich.

„We can live on misbehavior?“

An den Verstand zu appellieren, denn das ist „voll sinnvoll“ würde ebenfalls das Debakel anfeuern. Das wäre eine klassische Situation.

So, wie verfährt man nun mit der Kommunikation? simpel! Einfach die Ordnung der Äußerungen beachten et voilA` ZACK! Aus Wein wird Kaffee, dem Unter-Un-bewussten wird Achtung gezollt, denn was sich rar macht, will bekanntermaßen beachtet werden.

Die Meinung, das Unterbewusstsein sei ein Schutz, enttarnt sich in seiner Faulheit, klar wir stammen ja vom Affen ab- universelle Ausrede für jedes Fauxpas.. doch im Ursprung der Hinweis auf etwas anderes, auf Assoziation, die Möglichkeit etwas zu verschleiern, um etwas anderes nicht wirklich auszusprechen. Diese äffische Art, dieses nach-äffen, zur Schau stellen, das ist nutzbar. Sinnvoll ist da gar nimmer im Spiel!

Im Wartezimmer aufgewacht, bin ich immer noch wach, bis ich endlich warte, die Augen schliesse und das Unterunbewusste wahrnehme und alles Wache, warten lasse.

 

 

 

Jesus the mexican boy oder doch naked as we came?

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Die Industrie, die Werbung, die ideale Vorstellung und letztendlich jeder von uns, stellt sich Liebe vor. Irgendwie ist Liebe für alle das Gleiche und doch so anders. Paradox, schizophren, autistisch, verhält sie sich in den Gedanken. Sie wabert durch alle Schichten der Gesellschaft. Doch sie hält uns nicht zusammen.
Meine Vorstellung von Liebe war immer abstrakt. Liebe, klar, kenn ich, war schon mal verliebt, für mich ist sie wichtig, doch ich kann sie nicht beschreiben.
Bislang.
Doch anscheinend bedeutet sie auch für mich das Gleiche wie immer, nur anders.
Die Klarheit, in der unsere Körper kommunizieren, werden wir geistig kaum begreifen. Taten zählen mehr als Worte.
So sehe ich Männer kommen und gehen. Rieche sie und fasse sie an, lausche ihren Worten und zähle die Tage mit ihnen. Ich lasse ihn in mein Leben, den Mann. Manchmal findet eine besondere Verbindung statt. Eine Verbindung durch gegenseitiges Vertrauen und das vermittelt der Körper seiner Umwelt. Verhält sich ein Körper sicher, dann kann sich der Geist auf etwas anderes einlassen. Eine Erweiterung des eigenen Geistes durch die Annahme eines weiteren Geistes wird möglich und zusammen streben wir wieder nach Einheit. Nach der Einheit der Körper, die mich antreibt, mich aufblicken lässt, in die Augen meines Gegenübers.

NAH & fern

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Wie kann es sein, dass wir kaum etwas von unserem geliebten Gegenüber verstehen und einen Bruchteil der Zeit über diesen geliebten Menschen wirklich nachdenken (ohne uns dabei mit ein zu beziehen). Du bist mir so nah und doch so fern.
Ich behaupte standhaft zu wissen, was mein geliebtes Gegenüber fühlt, was es auch liebt und was es hasst. Trotzdem verhalte ich mich so, dass ich mein Geliebtes verletze, verstoße und unfair behandele. Zu allem Überfluss der Unverschämtheit behaupte ich dann noch, dass das verletzte Empfinden meines Geliebten ungerechtfertigt sei. Skinny love, indeed. Was bleibt ist die Liebe zu mir selbst und selbst da scheitere ich. Meine Taten folgen aus meinen Gedanken. Diese mir so vertraute Welt, die wie ein Blatt im Wind sich windet und wendet. Ich reite die Welle meines Lebens, wohin sie mich auch immer Tragen mag. Ich suche nicht mehr nach Kontrolle und gebe mein Gegenüber auf, denn es ist doch nur meine Vorstellung an der ich fest halte, eines Geliebten und nicht er selbst, den ich liebe.  Meine Taten folgen aus meinen Gedanken und doch formen sie sich aus der Erfahrung meiner Handlungen. Vielmehr noch aus den Taten meines Gegenübers. Doch wenn der nur meine Vorstellung von meinem Ideal ist, wie kann er mich dann beeinflussen? Weil all die Geliebten dieser Welt irgendwann zurück lieben und nicht nur einstecken. Liebe wird zur Waffe, wird zur Kontrolle über uns selbst, zur getarnten Macht, der Wolf im Schafspelz. So wie ich verletze und verstoße, verletzen und verstoßen wir uns Gegenseitig, beschützen doch nur unseren eigenen Schatz. Smeagol was right all along. Wir preisen sie an, unsere Liebe und Zuneigung zum Leben und unseren Geliebten und doch zerstören wir Beides. Wer will jetzt noch ein Happyend? In Hass und Elend steckt genauso viel Liebe, wie Hass in der Liebe. Sind die Wörter zu stark, can you take it? Es gibt ein Happyend: der Mut es trotzdem zu versuchen und die Hoffnung, dass etwas zurück kommt. Konsequenz ist keine menschliche Stärke, das steht zwischen den Zeilen. Hoch die Tassen, an die Tanzschuhe! Im Fieber der Nacht können wir das Chaos walten lassen und Liebe wird wieder zum Geschenk, was wir nur geben können, wenn es frei ist.

In vino veritas

 

 

Realitätswahn

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Leider leiden wir alle unter Realitätswahn. Die Werbung sagt: „Träumen sie nicht länger von Stränden und Palmen!“
Arcade Fire singt: „Sleeping is giving in,
no matter what the time is.
Sleeping is giving in,
so lift those heavy eyelids.“
Ich schenke den Singenden mehr Zeit und denke nach „everytime you close your eyes…“ was ist dann? Mehr Realität als die visuelle Aufnahme meiner Umwelt? Wenn das, was passiert, wenn ich meine Augen schließe, mehr Wert ist für mich, wenn ich daran glaube, dann ist es Realitätswahn. Das kann bestimmt keiner mit mir Teilen. Fern der Gemeinschaft bedeutet, Individuum. Störend, notwendig und doch stur dabei. Individuell eben. Keiner ist es gern und wenn, dann bleibt ein fader Beigeschmack von „punk“.
Lustigerweise will mein Mac aus „punk“, „pink“ machen oder es wenigstens GROß schreiben. Damit beschäftigt sich die Software??
„People say that your dreams
are the only things that save ya.
Come on baby in our dreams,
we can live on misbehavior.“
Da sind wir noch lange nicht am Refrain angelangt, denn den Kehrvers will Keiner hören. Ja, Keiner ist existent. Das würde die ganze gedachte Geschichte umkehren, also der Kehrvers.
Das wollen aber alle Künstler und damit auch alle Träumer. Umkehren, die Verse umkehren, um an die Wahrheit zu gelangen. Ist ja verrückt! Man kehre das Gesagte um und Schwupp! Wahrheit! Kann doch nicht sein!
„Every time you close your eyes
Lies, lies!
Every time you close your eyes
Lies, lies!
Every time you close your eyes
Lies, lies!
Every time you close your eyes
Lies, lies!“
Das dürfte Realitätswahn zur Genüge beschreiben.

Konstruktiver Tag

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Wenn alles Konstruktion ist, dann kann es sich auch jederzeit in Wissenschaftlichkeit auflösen. Wenn alles Konstruktion ist, dann brauch es ein Gegengewicht, etwas, was diese Konstruktion mit Mörtel füllt. Echtheit. Was ist denn echt? Handlungen sind echt, sie sind da, sie werden erlebt, als tatsächliche Erfahrungen. Oder sie werden erzeugt, durch den Handelnden, der diese dann wiederum erfährt. Die Auslegung, also wohin mit dem Mörtel, ist dann wieder Sache der Konstruktion. Sie selektiert zwischen den Handlungen. Welcher Handlung wird Bedeutung zugemessen und welcher nicht. Das hübsche an der Wissenschaft ist, dass sie diese Handlungen nutzen kann, sie aber nicht unbedingt sogleich ausführen muss. Sie lässt ausführen und konstruiert. Thesen und Theorien bauen die Hochhäuser unserer modernen Kultur. Konstruktion ist kontingent, das klingt schön. Eine schöne These. Was wäre die Handlung dazu? Sein Leben zu verändern? Zu zeigen, dass alles Konstruktion ist, indem man um-konstruiert? Weder notwendig, noch unmöglich, die Offenheit der Ereignisse wird zum Erlebnis. Doch damit wäre eher die Kontingenz bewiesen, die Konstruktion wird mit gezogen. Der Blick muss weiter gehen, denn der Beweis besteht schon lange. Er besteht in der Möglichkeit des Lebens verschiedener Leben. Individualität und ihr ausleben ist die letztendliche Handlung, die Konstruktion zur Wirklichkeit, unserer Wahrnehmung von Realität macht.

bravechord#1

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Warum sollte man etwas von sich preisgeben wollen? Schon den Satz mit einem Warum? zu starten erstickt den Willen im Wort. Plötzlich fühlt man sich nicht mehr so sicher. Warum nur? Mit-teilen stärkt da wieder die Seite des Willens. Als unteilbares (Individuum) Ich, als meine eigene Einheit, treibt mich doch der Wille zum Teilen, mein Paradox, an. So spiele ich mir den eigenen Streich von der Mär des Ich, das doch unterteilt wurde, vom Gott des Wahns- Freud. Über-Ich und Es und Ich. Gewissen, Trieb und Vernunft in ihrer heimlichen Kontingenz. Übereinstimmung, Möglichkeit und Ungewissheit in stetiger (oder auch unsteter) Autopoiese. Ich bin nicht nur Ich, vielmehr bin ich ein getarnter Steppenwolf, auf der Suche nach meiner Schafherde.
Schon sind ein paar Sätze formuliert und ausgetippt. Es geht nicht um universellen Nutzen (oder doch?). Es geht um die Transzendenz der Worte in meinem Kopf, die sich in Schrift erfassen lassen. Dieses Wunder der Realitätsschaffung treibt meine Feder an, unromantischer: lässt meine Finger auf die Tasten drücken. Durch die Schöpfung der Worte erweitere ich das, was in meinem Kopf unfassbar, ohne Materie und Ordnung, doch irgendwie existiert. Es bringt mich zurück an meinen Entstehungsmoment, Chaos und Ordnung im Strudel der Wahrscheinlichkeit. Nun bin ich vom Moment der Unsicherheit zur Erklärung meines Ursprungs gelangt. Der Wille zur Ordnung der Ereignisse droht zu dominieren.
Vergleicht man nun die Systeme Mensch-Psyche, Mensch-Gesellschaft, bleibt der Mensch als Konstante und die Psyche als Transzendenz des Individuums (die Erkenntnis „ich bin“) und Gesellschaft als Transzendenz von Gemeinschaft (ich bin, weil andere sind bzw. ich bin nicht allein), wobei Psyche und Gesellschaft dadurch nicht nur die eigene Existenz absichern (durch Bestätigung) sondern diese erst ermöglichen. Ohne ein Weiteres, entsteht kein Nächstes. Hier lässt sich eine Dichotomie, wie Chaos und Kosmos, erkennen, wobei der Mensch ohne Psyche und Gesellschaft Chaos bedeutet. Der menschliche Stern im universellen Kosmos ist die Psyche und diese in großer Anzahl (also viele Psychen zusammen) , ist Gesellschaft. Dies würde die „Abfärbungen“ psychischer Störungen auf Gesellschaft und ihre Formen, dies würde Übertragung und Gegenübertragung in jeder Hinsicht, bestätigen.

Das flüchtige, da sich ständig verändernde, Bild des Menschen, wird nach skizziert, um es genau diesem vor zu halten.

Wie die Frage um das Huhn oder das Ei, wird der Kreislauf zwischen Mensch und menschlichem Dasein nie aufzulösen sein, denn das würde Endlichkeit bedeuten, die letztendlich alle Motivation erschöpfen würde. Evolution entsteht durch Motivation, durch ein voran drängen, der Mensch versucht die Richtung zu erkennen, doch die spielt keine Rolle, denn sie ist nur ein Konstrukt, was das Vorankommen möglich erscheinen lässt (was auch als Mittel zur Reflexion genutzt werden kann, meist aber nur die Sicht vernebelt). Es geht nicht um die Richtung sondern um den Reisenden, der die Richtung einschlägt.